Okt 15

aufgrund der immer wieder kehrenden Anfragen habe ich mich nach vielen Jahren der Pause;  vor ca. 5 Jahren wieder entschieden mich im Hundesport das heißt in der Hundeausbildung SchH  / VPG und Diensthundeausbildung zu engagieren.

Damals hatte ich aufgehört weil mir dieser Sport zu stupide und eintönig war und meines Erachtens Dressur ist und keine Ausbildung.

Die Brutalität und die Inkompetenz so mancher Hundeführer, Übungsleiter, Figuranten und Hundeplätze haben mich dazu bewogen mich zurück zu ziehen um meine eigenen Wege einzuschlagen.

So wurde damals das Hundezentrum Baier gegründet.

Leider hat mich die Vergangenheit wieder eingeholt mit dem einen Unterschied, dass ich im Gegensatz zu damals nicht mehr schweigen oder wegsehen werde. Ich frage mich wie lange der SV der VDH und noch so manch andere Verbände demonstrativ die Augen verschließen.

Eines sollte hier ganz klar und deutlich noch erwähnt werden! Ich bin kein übertriebener Tierschützer oder ein Anhänger irgendwelcher Ausbildungsmethoden. Mir ist auch völlig bewusst, dass man einen Hund nur mit gut zureden und streicheln nicht ausbilden kann. Auch ich signalisiere meinen Hunden ganz klar und deutlich was OK ist und was nicht, mit dem einen Unterschied! Nichts passieret aus Frust heraus weil ein Hund nicht gerade das macht was ich von ihm verlange; und! ich habe immer einen Plan!

Es gibt meiner Meinung nach genauso wie früher viel zu viele Ortsgruppen, Vereine und Hundeführer die ihre Hunde mit einer Brutalität ausbilden die für mich nicht mehr akzeptabel ist! Hier werden so manche Hunde so lange mit Strom bearbeitet bis diese fast anfangen zu glühen.

Teletakt, Stromarm, Strommatten, Stachelhalsbänder, Strom auf den Hoden, Drahtschlingen usw. gehören hier zum ganz normalen Ausbildungsalltag.
Das interessante dabei ist, dass hier tatsächlich Leistungsrichter des SV, Hundeführer mit einer so genannten Übungsleiterlizenz vom SV  und natürlich auch Hundezüchter ganz vorne mit dabei sind.

Punkto Leistungsrichter: Dieser erhält man sollte es nicht glauben von den sogenannten Hundeprofis einen riesen Zuspruch. Da wird ein Hund der angeblich nicht so richtig funktioniert mal kurzer Hand in die sogenannte Ecke gestellt, und solange bearbeitet bis  dieser das gewünschte Verhalten zeigt oder er um es in der Hundesprache zu nennen  zusammen bricht. Nach dem Motto; nur die harten kommen in den Garten.

Stellen Sie sich einmal vor! Ihr Kind hat Defizite in der Schule. Sie gehen zu einem Nachhilfelehrer der dann auf seine ART versucht die Probleme zu beheben. Aber leider funktioniert oder reicht sein geistiger Horizont nicht aus den Fehler den das Kind hat zu beheben. Nun sagt er Ihnen; SIE sollen Ihr Kind dort hinten in die Ecke stellen er hätte noch eine letzte Idee.

Das Kind spürt jetzt schon und dies voller Angst was ihm jetzt blüht. Das Kind möchte ja lernen aber keiner geht auf dieses Kind richtig ein. Sie haben Ihr Kind jetzt in der Ecke angebunden und drehen diesem den Rücken zu und laufen einfach davon. Voller Angst und Hilfe rufend blickt Ihr Kind Ihnen nach weil es genau weiß was nun passieren wird, weiß aber nicht warum. Nun kommt der Nachhilfelehrer mit einem Stock in der Hand und schlägt Ihr Kind. Ihr Kind hat Angst und kann sich nicht wehren. Ihr Kind weiß nicht warum es jetzt geschlagen oder mit Stromschlägen bestraft wird! Den Rest der Geschichte möchte ich allen ersparen.

Der Hundeführer: Der auf einer Webseite einer Ortsgruppe des SV prahlt wie Tierlieb er ist und zu seinem ersten Hund bzw. zum Hundesport gekommen ist. Dieser Hundeprofi mit über 20 Jahren Erfahrung geht von seiner Ortsgruppe zu einer Profiortsgruppe mit der Argumentation; Die Figuranten seiner Hauptortsgruppe sind ihm zu lasch und besitzen nicht die nötige Qualität um seinen Hund weiter zu bringen.

Mann oder Frau beachte, dass in der Profiortsgruppe mit Strom in jeder erdenklichen ART gearbeitet wird. Also echte Profis am WERKE sind. Interessant ist, dass dieser Tierliebe und aus seiner Sicht sehr erfahrene Sportskamerad in der Rubrik B und C (B=Unterordnung / C=Schutzdienst) eigentlich immer sehr niedrige Punkte in der Bewertung erhält.

Aber natürlich ist da wie immer der blöde Köter Schuld der halt nichts taugt oder das Umfeld das ihn nicht genügend unterstützt. Achtung!! dieser Hundeführer war schon Übungsleiter und hat eine Übungsleiterlizenz des SV. Und man sollte es nicht glauben, hat er natürlich immer GUTE Vorschläge für andere die seines Erachtens viel zu viele Fehler machen.

Der Hundezüchter: Der damit prahlt wie er seine Leistungshunde wenn diese in der Ausbildung nicht so  möchten wie er das will; mal kurzer Hand die Leine über einen Baum wirft; seinen Hund mal ganz locker aufhängt und diesen prügelt bist er und dies jetzt wörtlich! Scheist und pisst.

Seine letzte Aussage: Früher haben die Hunde sich ihr Brot verdienen müssen, alle Hunde die keine Leistung bringen gehören totgeschlagen. Die ganzen Krüppel aus den Tierheimen alle in einen Sack und ab damit in die Donau. Züchter und SV Mitglied!

Der Diensthundeführer: Unsere Hundemüssen bei der Ausbildung Schmerz verspüren sonst funktionieren diese nicht. Das schlägt meines Erachtens dem Fass den Boden aus und ich war nach dieser Aussage sprachlos. Genau diese Menschen nehmen sogenannte Verhaltensprüfungen für auffällige Hunde ab. Und arbeiten tatsächlich unter dem Deckmantel STAAT gerade wie sie möchten.

Die Weltmeister: Die für teures Geld Seminare halten auf denen weder gefilmt noch fotografiert werden darf. Diese Profis arbeiten meist in einer elitären Gruppe unter gleichgesinnten. Was mir da schon berichtet wurde (und wenn ich nur die Hälfte glaube) ist so haarsträubend, dass  man es fast nicht glauben kann.

Dies war und sind nur einige Beschreibungen was ich die letzten Jahre mal wieder erleben durfte. Alles zu beschreiben würde hier sicherlich den Rahmen sprengen.

Ich schaue nicht mehr weg und frage mich wann seitens vom SV, VDH, ADRK oder von unserem Staat Kontrollen stattfinden um dieser Tierquälerei endlich Einhalt zu gebieten. Meines Wissens ist Strom in der Hundeausbildung verboten. Leider wird bei uns in Deutschland der Hund nach wie vor als SACHE gesehen und nicht als Lebewesen. Wann so frage ich mich wird das geändert.

Warum nehmen wir die Schweiz nicht als Vorbild wo Stachelhalsbänder und Strom unter knall harten Strafsanktionen geahndet wird. Im Übrigen sind uns die Schweizer speziell in der Diensthundeausbildung weit voraus. Diese arbeiten mit Hirn und Verstand. Zumindest die, die ich kennen lernen durfte.

Der SV und die Ortsgruppen klagen über Mitgliederschwund. Warum wohl?

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8 Responses to “Hundeausbildung und Tierquälerei von O.B.”

  1. Romana sagt:

    Hallo Herr Baier,

    ich selbst bin Mitglied beim SV und in einer Ortsgruppe. Tatsächlich gibt es auch bei uns einige Hundeführer die mit Strom arbeiten und ich hasse es.

  2. Mappus sagt:

    Warum zeigen Sie die Leute nicht einfach an? Wenn es in der Hundeausbildung tatsächlich solche schwarze Schafe gibt sollte man diesen Sport einfach verbieten.

    MFG
    Mappus

  3. admin sagt:

    Hallo Mappus,

    mit einer Anzeige ist es leider nicht getan. Solange die Verbände nicht einheitlich an einem Strang ziehen wird man nichts an der Situation ändern können. Die Arbeitsweise so wie beschrieben ist ein offenes Geheimnis das viele kennen. Solange es Leistungsrichter und Hundeführer mit einer Ausbildungslizenz gibt die genau diese Ausbildungsmethoden wie beschrieben an den Tag legen ist leider Hopfen und Malz zum leitwesen der Hunde verloren. Ändern könnte man sicherlich sehr vieles aber da muss man veraltete Strukturen aufbrechen und das ist ein sehr schweres Unterfangen den es geht hier letztendlich unter anderem um Macht und sehr viel Geld das sich der eine oder andere korrupte Funktionär einschiebt.
    PS. Inzwischen haben wir auch einige Kandidaten die selbst im Agility ihre Hunde unter Strom setzen um ja und dies unter aller Macht vorne mit laufen zu können.
    Empfehle einfach meinen Artikel weiter in der Hoffnung dass diesen sehr viele lesen und dazu ihren Kommentar abgeben.
    So schaut man zu mindestens nicht einfach an der Tatsache vorbei und wer weiß was sich daraus ergibt.

    Gruß
    Oli

  4. Leider hat sich das Tierschutzgesetz zumindest was die Zucht, Handel, Sozialisation und Haltung der Hunde angeht, als totes Recht aus Sicht der Hunde erwiesen.

    Es gibt keine ernsthafte Handhabe gegen die alltätgliche Tierquälerei auf nicht wenigen Hundeplätzen. So genannte Teleimpulsgeräte werden offen gehandelt (z.B. bei Kettner) und es gibt Initiativen, diese wieder zu legalisieren ( http://www.schaeferhund-net.de/index.php?option=com_content&view=article&id=347&Itemid=304 ).

    Die Tierquälerei fängt nicht erst auf dem Hundeplatz an. Schon in Teilen der Zucht wird so einseitig auf Arbeitseifer/-leistung selektiert, dass hieraus kranke, hyperaktive und meist extrem dominate Arbeitsjunkies entstehen, die kein normales Hundeleben mehr führen können. In der Doku “Unsere Stimmen für den Hund” berichtet eine Tierärztin, die nach vielfacher negativer Erfahrung mit DSH-Showlinie-Hunden, dann einen aus einer Arbeitslinie des SV geholt hatte, dass sie mit diesem nicht mehr Spazierengehen kann… vom gesundheitliche Regen in die mentale Traufe.

    Eine Verschärfung des Tierschutzes wie in der Schweiz ist dringend geboten, zumal auch die Strom-Dompteure auf den Hundeplätzen ignorant sind und keinerlei Interesse für das Wohl ihre Sportgeräte haben.

  5. Ruth Reheuser sagt:

    Einblick zur öffentlichen Kontrolle in Ausbildungsmethoden und Haltungsmethoden ist schwierig. Die Variationen können so vielfältig sein wie es die Menschen eben sind. Das Tierschutzgesetz hat sich als ein nicht durchsetzbares, weil nicht kontrollierbares Recht dargestellt.
    Sport- und Leistungsambitionen mit Tieren, speziell auch mit dem Hund sind nicht wirkungsvoll zu kontrollieren. Speziell auch, solange Geräte und Gerätschaften für Starkzwangausbildung nicht vollkommen verboten, sondern überall frei käuflich zu erwerben und unkontrolliert einsetzbar sind.

    Auch Ausbildungsfehler, menschliches Fehlverhalten ist auf den Hundeplatz niemals völlig sicher auszuschalten. Kleinste Fehler können bei Hunden welche ausschließlich Triebförderung erhalten haben, neben dem Beute- das Wehrverhalten des Hundes fördern. Dabei sind solche Ausbildungen, in welchen solches bewusst geschehen könnte noch ausgeklammert.
    Eine Verschärfung des Tierschutzes wie in der Schweiz, ein Verbot der “Ausbildung am Mann”, früher Schutzdienst, heute VPG Prüfung Abt. III genannt, wie bereits auch schon in Österreich gefordert und beschrieben ist in der Schweiz nun erstmals “ernst” gemacht, umgesetzt worden.
    Es muss andere “Arbeitsprüfungen” geben welche Hunden ihren Gebrauchszweck und die Gesundheit erhalten. Sie wurden einmal gesund und vital, für die Arbeit geeignet, meist aus der Landwirtschaft übergeben. Der “Schutzhundgedanke” ist erst mit dem Beginn des “Rassezuchtgedankens” entstanden. Wobei die Gesundheit, die Ausdauer und Vitalität mancher “Gebrauchshunderassen” durch all diese sportlichen Trainings- und Auslesemethoden nicht besser wurde, gelitten hat.

    Mit einher geht, ebenfalls durch eine “Auslese” solcher Art und Zuchtauslese für sportliche Gebrauchshund – Aktivitäten, nicht selten eine für manche Rasse fatale Veränderung des Verhaltens und Wesensgerüstes dieser Hunde.
    Hunde welche eine “sportlich im Trieb leicht anzusprechende Reizschwelle haben”, überschießendes Beuteverhalten, niedrige Reizschwelle auf Beutemachen. Dies bedingt dann eben die beklagten “tierschutzrelevanten” Starkzwangmaßnahmen. Sowie Hunde welche für Normalhundehalter nicht mehr “normal” geeignet sind. Trotzdem werden alle Hunderassen, egal woher und für welche Zweck gezüchtet, als “ideale Familienhunde” beworben.

  6. admin sagt:

    Hallo Ruth,

    danke für deinen Beitrag. Meines Erachtens wäre eine Kontrolle durchaus möglich hierbei sollte unser Vater Staat und sämtliche Verbände mal endlich an einem Strang ziehen.
    Alleine das Wissen das es Personen gibt die als Ansprechpartner und Kontrolleure fungieren wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

    Es geht hier nicht um eine 100%ige Kontrolle das ist sicherlich nicht möglich aber alleine die Präsenz von solchen Personen ist außerordentlich wichtig.
    Ich persönlich kenne genügend Leute die z.bsp. im VPG Sport tätig sind und auch diesen Sport lieben sich aber über Kollegen aufregen die ihre Hunde wie Schlachtvieh behandeln. Diese würden sich sicherlich wenn auch anonym gerne über die Ausbildungsmethotiken beschweren bzw. anzeigen aber bei wem und vor allem was bringt es.
    Nichts! Sobald Beschwerden kommen geht man zur nächsten Ortsgruppe wo das brutale arbeiten akzeptiert wird.

    Seitens der Verbände wäre es doch einfach Kontrollmechanismen einzuführen. Jedes Mitglied erhält einen Mitgliedsausweis der Eigentum der Verbände ist. Wir nun ein Sportskamerad verwischt wie er mit Stachel oder Strom arbeitet wird dieser Ausweis eingezogen und er wird für ein Jahr gesperrt.

    Dies setzt eine Satzungsänderung voraus und die Pflicht aller Ortsgruppen das wenn ein neuer kommt; der Ausweis kontrolliert wird. Hat er keinen darf er auf diesem Platz nicht arbeiten. Verstößt eine Ortsgruppe gegen diese Reglungen 3mal wird auch diese für 1 Jahr gesperrt und erhält ein Schutzdienstverbot.

    Diese Ortsgruppe wird bei den Verbänden offiziell als negativ geführt und muss auf den Webseiten der Verbände auch so geführt werden. So hat jeder der diesen Sport beginnen möchte die Möglichkeit sich zu informieren und kann dann davon ausgehen, dass auf den positiv erwähnten Plätzen NORMAL gearbeitet wird.

    Das bedeutet für mich! Der Staat stellt das Personal für die Kontrolle finanziert durch die Hundesteuer; und die Verbände und Ortsgruppen unterstützen bei der Ausführung.

    Bei ca. 49.000.000€ Einnahmen durch die Hundesteuer werden wohl ca. 3.000.000€ übrig sein um der Tierquälerei Einhalt zu gebieten und das Personal zu finanzieren. (Pro Jahr)

    Im Übrigen geht es nicht darum Ausbildungsfehler zu vermeiden die sind menschlich völlig normal und auch gut so. Vielmehr darum, dass wenn Ausbildungsfehler gemacht werden, diese nicht mit Strom oder außerordentlicher Brutalität aus Frust und Ahnungslosigkeit korrigiert werden. Mal ganz ehrlich die Prüfungsordnung bzw. die Ausbildung im Bereich VPG ist doch völlig überaltert und sollte von Grund auf überarbeitet werden. Jeder Dackelclub und das meine ich nicht negativ hat einen höheren Anspruch beim Wesenstest als der SV.

    Der Schutzdienst darf und soll nicht verboten werden das wäre aus meiner Sicht ein sehr großer Fehler auf den ich hier nicht näher eingehen kann das würde den Rahmen sprengen. Vielmehr müsste man über den Sinn der Prüfungsordnung, die Ansprüche und das Niveau nachdenken.

    Im Übrigen ist der Schutzdienst in der Schweiz nicht verboten sondern nur, Stachel und Strom und dies wird bei einem Regelverstoß knallhart geahndet.
    Mit der Änderung der Ansprüche und der Prüfungsordnung würde man und hier spreche ich nur vom deutschen Schäferhund ganz schnell eine hervorragende Zuchtauslese bekommen mit klaren und führbaren Hunden.

  7. Ruth Reheuser sagt:

    Danke für deine Ausführungen dazu. Grundsätzlich ist der korrekt ausgeführte Schutzhundesport nicht per se abzulehnen. Er ermöglicht das Ausleben und kontrollieren von Triebanlagen. Hunde welche auch im Trieb noch durch Erziehung kontrollierbar sind.
    Das Problem sind die “Nebenwirkungen” durch unkorrektes Arbeiten des Hundes. Dieses beginnt bereits mit der übertriebenen Triebförderung, sowie der züchterischen Selektion nur auf Tiere welche einen, diesen hohen Triebstatus zeigen. Wesen und Verhalten – antrainiert werden somit züchterisch gefördert.
    Das angeborene Wesen und Verhalten wird zweitrangig. Übertreibungen in der Ausbildung und Starkzwangmethoden sind diesem System geschuldet.

    Nicht jeder Mensch ist zum Führen und Trainieren in dieser “Ausbildungsart” gleichermaßen geeignet.

    Eine Kontrolle wie von dir geschildert kann nur “offizielle” Ausbildungsplätze, Übungsleiter und Hundehalter erfassen. Völlig unkontrollierbar bleiben damit alle derartigen Ausbildungsmaßnahmen außerhalb, im “Hinterhof” sozusagen.
    Hier findet das wahre Elend mancher Ausbildungsmethoden statt.

    Das ist der Grund weshalb ich für eine staatliche Maßnahme zur strikten Eingrenzung dieser Ausbildung samt der dazu gehörenden Ausbildungsmethoden plädiere.
    Arbeit am Mann gehört letztlich ausschließlich für Behörden wie Polizei, Zoll, Bundeswehr usw. gestattet.
    Bislang ist nur auf diese Weise eine zutreffende Kontrolle möglich.
    Auch die privaten “Sekurity – Dienstleister” sollten keine unkontrollierte Ausbildungsmöglichkeit, wie bisher erhalten.

    Das Thema Herdengebrauchshund indes wurde bei manchen Gebrauchshunderassen als eine Art Feststellung von Wesenseigenschaften bisher start vernachlässigt. Es ist aber nicht selten genau das Metier aus welchem diese Rassen kommen. Dort sind völlig andere Wesenseigenschaften in der Zuchtförderung notwendig, so dass “Sporthunderassen” nach einiger Zeit in den Triebanlagen für ihren ursprünglichen Zweck nicht mehr tauglich sein können. Hier kann man Schutzverhalten, Arbeitseifer, Kontrollierbarkeit und Zusammenarbeit, Wehren und auch das Verhalten beim Schützen, übermäßige Schärfe gegenüber Menschen und zu hohen Beutetrieb züchterisch erkennen und für die Zukunft einer Rasse eingrenzen.
    Mit diesem Thema hat sich aber – im Bezug auf Wesenstestung vor Zuchteinsatz – noch kein Zuchtverein beschäftigt.
    Den ersten Ansatz dazu gibt es in Frankreich in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Landwirtschaft. Die Idee ist so gut, dass man diese nachahmen sollte.

  8. Sehr treffender Text, danke das es mal jemand ausspricht!!!
    Auch im VPG kann man Hunde gewaltfrei ausbilden und sie beissen trotzdem gut!

    Es wird an der Zeit, dass man solche Tierquälerei nicht mehr duldet!

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